Kanada Blog

Oktober 3, 4, 5 & 6 – Calgary - Münsingen

Zum Abschluss noch richtig Winterwonderland, eine abenteuerliche Reise nach Calgary und zwei wunderbare Tage bei Denise und Steve in Calgary.

Oktober 3 – Unser letzter Tag

DIE SONNE SCHEINT! SIE EXISTIERT! Und wehe, das Wetter ist ab morgen schön … dann werden wir aber so richtig reklamieren, jawoll! Genau!

Milepost 1896 – Wir erwachen bei schönstem Winterwetter. Sonne, frisch gefallener Schnee! Freude herrscht. Heute klappern wir noch ein paar schöne Stellen ab und dann fahren wir am Abend nach Calgary. Das wäre der Plan gewesen. Unser Camping-Nachbar informiert uns aber, dass alle Strassen wegen des starken Schneefalls geschlossen sind, auch die Autobahn nach Calgary. Offenbar sind viele letzte Nacht stecken geblieben und mussten 10 Stunden im Auto aushalten (brrrrrr). Aktuell sind die Strassen tatsächlich wegen Schnee und Unfällen blockiert. WARUM PASSIERT DAS WIEDER UNS? Nach 3 Wochen endlich mal schönes Wetter und dann das! DAS IST NICHT LUSTIG!!!

Milepost 1900 – Wir sind losgefahren und geniessen vom Viewpoint bei den Hoodoos gleich beim Campground nochmals die wunderschöne Sicht ins Bow Valley. Winterwonderland. Skiferien-Stimmung. Einfach 2 Monate zu früh …

Milepost 1901 – Ein CanaDream ist ausgeträumt. Es liegt ein Motorhome des Vermieters CanaDream neben der Strasse im Wald. Nunja, wenn die Dinger auf der eisigen Strasse mal ins rutschen kommen, dann rutschen sie halt … und es gibt hier viele, die noch nie auf Schnee gefahren sind … anyway.

Milepost 1905 – Wir tanken nochmals in Banff voll (nur so, falls wir dann auch 10 Stunden irgendwo stecken bleiben …) und fahren los. Falls wir es wegen des Schnees doch nicht bis Calgary schaffen, haben wir immer noch den Platz auf dem Campground … nun aber los!

Milepost 1927 – Ein «jackknifed Semi-Truck» neben dem Highway! Das ist ein Truck mit langem Anhänger, der halt umgeklappt ist. Von denen waren heute früh gemäss Strassenbericht noch einige mehr im Graben …

Milepost 1931 – Ein Auto liegt im Graben …

Milepost 1936 – Noch ein verlassenes Auto neben der Strasse … ist offenbar trendy (oder die Parkplätze in den Ortschaften sind voll)

Milepost 1942 – Wir verlassen den Banff Nationalpark auf dem Highway 1A … so wie wir vor 3 Wochen gekommen sind, nur scheint heute die Sonne … grrrr

Milepost 1946 – Wieder ein «parkiertes» Auto …

Milepost 1978 – Noch eins … blau.

Milepost 1992 – Zwischenhalt an der Ghost Station. Hier gibt’s alles: Benzin, Food und vor allem Bewusstseins-erweiternde Getränke. Die Kundschaft ist eher schräg und kauft vor allem … Alk.

Milepost 2003 – Die Retorten-Vororte von Calgary tauchen auf den Hügeln auf. Einfach schlimm. Da war’s in den Bergen schöner!

Milepost 2015 – Die Skyline von Calgary taucht am Horizont auf. Das Ende unserer Reise naht.

Milepost 2031 – Wir kommen beim Zuhause von Denise und Steve an und parkieren unser Motorhome vor dem Haus … was wohl die Nachbarn denken? Egal. Wir packen unsere Sachen und räumen sie ins Gästezimmer, putzen das Motorhome und freuen uns auf’s Schlafen in einem richtigen Bett. Vorher gehen wir aber noch alle in eine Pizzeria mit einem echten Italiener aus Calabrien! Gute Pizza!!

Oktober 4 – Calgary, Tag 1

Waffeln – Ein wirklich leckeres Frühstück, dass Denise uns da wieder zaubert! Mmmmmmhhh

Milepost 2087 – Fraserway. Die letzte Fahrt. Wir geben unser mobiles Zuhause zurück. Es hat uns gute Dienste geleistet! Wir können diesen Vermieter wirklich sehr weiterempfehlen!

Sushi – Mittags gehen wir mit Denise Sushi essen. Hmmmmm. Lecker! Und eine Vorfreude am das Steakhouse, das für die den Abend geplant ist.

Downtown – Den restlichen Tag erkunden wir Calgary Downtown. Schon sehr speziell, wie im 1. Stockwerk die Bürotürme mit Passerellen verbunden sind, damit man im richtigen Winter bei -30°C trocken und warm in der ganzen Stadt herumlaufen kann! Coole Stadt! Wir treffen noch Steve zum Kafi und Denise mit den Kids. Dann rasch nach «Hause» …

Steak – Ahhhh. Ein 14oz Prime Rib ohne zu viel Grünzeug. So muss das sein. Das Leben ist schön.

Oktober 5 – Calgary, Tag 2

Schlüssel – Bea muss nochmals raus zur Vermietung … sie hatte gestern ihren Autoschlüssel nicht dabei und muss den noch vorbeibringen …

Am Fluss – Ich laufe derweil in Richtung Stadtzentrum und entdecke am Fluss schöne Fotospots. Die Sonne scheint, geht doch! Wunderbare Aussicht auf die Skyline und dann noch mit einer Spiegelung im Fluss. So habe ich mir das vorgestellt. Ich tanke Sonne ...

Downtown – Bea und Denise sind mit den Kids zurück von Fraserway, Take-away Lunch und dann ziehen Bea und ich nochmals durch die Häuserschluchten. Ziel: Calgary Tower (das ist so ein Ding, wie die Needle in Seattle). Wunderbare Aussicht von ganz weit oben nach ganz weit unten und ganz weit weg. Dort in der Ferne die Rocky Mountains … wir winken nochmals! Wir stellen mit Genugtuung fest, dass es dort wieder Wolken hat … wäre ja krass gewesen, wenn nun ein wunderschöner Herbst beginnen würde. Später treffen wir Steve, der Feierabend hat und fahren wieder nach «Hause».

Nightline – Wir haben alles gepackt und wären bereit. Nach dem z’Nacht fahren Denise und ich nochmals im Dunkeln los … Skyline by Night … Nightline also. Wir fahren von Spot zu Spot. Sie sind ist wirklich spacy, diese Bürotürme in der Nacht. Ein wunderbarer Abschluss! Vor uns liegt eine kurze Nacht …

Oktober 6 – Up in the Air

03:45 – Der Wecker klingelt. Aufstehen. Anziehen. Koffer hochtragen.

04:30 – Unser Taxi (Tachostand 667'000 km!!) kommt und fährt uns zum Airport. Der indische Fahrer erinnert stark an den Taxifahrer in «How I met your mother». Heute wird ein langer Tag!

06:15 – Takeoff 1: Ziel Montreal. Erfolgreicher Check-in … mein Fotorucksack schafft es wieder mal, klein und leicht auszusehen. Im Flugzeug tauschen wir noch Platz mit einer Chinesin, die lieber am Gang sitzen möchte. Und dann merken wir es: Der Bomber ist prall gefüllt mit Chinesen. Sie verstehen kein English (und auch keine Sicherheitsanweisungen), kochen ihr Süppli (ja wirklich, sie bereiten sich mit heissem Wasser Fertigsuppen … es ist 07:00 morgens und es stinkt im ganzen Flugzeug nach Bouillon, grässlich!). Zum Glück fliegen die dann nicht nach Zürich, sondern nach Shanghai weiter …

10:00 – Touchdown 1: Montreal. Hier sitzen wir nun also 4 Stunden fest … nochmals Duty Free Shopping, letzte Mitbringsel kaufen.

14:30 – Takeoff 2: Ziel Zürich. Mit der Swiss geht es los in Richtung Heimat! Unsere Sitze beim Notausgang sind super für meine langen Beine, aber zum Schlafen eher ungünstig, da grad neben dem Klo. Nun ja, wer braucht schon Schlaf, wenn es Filme gibt...

21:00 – Touchdown 2: Zürich. Fast zuhause. Unsere Koffer sind auch da und wir sitzen schon kurz darauf im Zug nach Bern …

23:30 – Bern. Das Ziel naht. Ist aber wie immer: Je näher man seinem Zuhause kommt, desto langsamer wird man …

00:15 – Münsingen. Noch eine gemütlich Busfahrt durch’s ganze Unterdorf und dann sind wir endlich Zuhause. Lokalzeit 09:15 morgens. Vor 20.5 Stunden sind wir aufgestanden, haben 2 Stunden geschlafen und jetzt ist Morgen! Wir sind platt, müde, kaputt … aber den Tag müssen wir «wach» durchziehen … so von wegen Jetlag-Bekämpfung.

To be continued … aber erst bei der nächsten Reise. Es war super!

Nachlese ...

Eigentlich wollten wir zum Indian Summer nach Kanada. Es kam anders. Als wir ankamen, ging der Sommer zu Ende und der Winter begann. Schnee ist ja schön, aber wenn die Berggipfel in den Wolken sind, ist das irgendwie suboptimal. Aber letztendlich hatten wir eine wirklich super Reise. Die 2-3 richtigen Sonnentage konnten wir voll ausnutzten und auch Tage, die schlecht begonnen haben, erfreuten uns manchmal am Abend mit einigen Sonnenstrahlen. Die Berge der Rocky Mountains sind völlig anders als unsere Gipfel, wild, kantig, geschichtet, frei. Die Tannenwälder erscheinen unendlich und sind  nicht aufgeräumt wie bei uns. Unglaublich sind die Flüsse, Wasserfälle und Seen – noch nie haben wir solche Farben gesehen: grün, blau, blaugrün, grünblau, türkisblau, … einfach WOW. Der Indian Summer war dann auch noch da: knallgelbe Espen, weit oben in den Berghängen gelbe Lärchen und die Büsche in den Flussebenen leuchten in orangen und roten Farben – und dann das Ganze mit Schnee gepudert. Das hat man nicht alle Tage. Das Wetter war letztendlich ein richtiges Abenteuer:  Schnee, Sonne, Regen, Schnee, Sonne, Schnee, Regen, Schnee und zum Abschluss noch VIEL Schnee. Das Thema Winter-Camping können wir unter «erledigt» abbuchen! Wer weiss, vielleicht probieren wir das hier wieder einmal im richtigen Indian Summer!

So, das war's. Ende. Wir hoffen, der Blog war für euch lustig, interessant und lesenswert! Den nächsten gibt's dann in 2019 ... von wo? keine Ahnung, aber wir haben viele Ideen!

Zum Abschluss noch richtig Winterwonderland, eine abenteuerliche Reise nach Calgary und zwei wunderbare Tage bei Denise und Steve in Calgary.

Read more

Im «Süden» schneit so richtig. Das schreit nach einem entspannten Nixtun-Tag und einer Ausfahrt ins Winterwonderland

Read more

Ein Flagger, ein wunderschöner Canyon ... aber kein Zug. Dafür mal richtige Herbstfarben in den Wäldern

Read more

Ein Wasserfall, ein Hochzeits-Shooting und eine Mountain Goat. Das genügt uns für einen schönen Tag!

Read more

Lake Louise (der See), Lake Louise (das Dorf) und wieder im Yoho: Wapta Falls, ein Highlight!

Read more

Regen aus Kübeln, Schnee und Sonne … heute war wirklich alles dabei und es war wunderschön!

Read more

Aufwachen in der Kälte, heisser Kafi und dann los in Richtung “Süden”. Die Landschaft ist wieder mal wunderschön!

Read more

Sunwapta Falls ... das tönt doch schon episch! Und dann noch schönes Wetter ... was wollen wir mehr?!

Read more

Athabasca Falls ... das tönt doch schon episch! Und dann noch schönes Wetter ... was wollen wir mehr!

Read more

Eine wunderschöne Schlucht, ein See ohne Wasser, einer mit Wasser. Als Dessert noch Elche.

Read more