8. August – Jökull- und Sárlón-Tag

Hoffelsjökull, Fláajökull, Jökulsárlón, Fjallsárlón

Milepost 2234 – Bea weckt mich um 6:30, offenbar ist der Berg Vestrahorn nicht mehr in den Wolken und die Morgensonne scheint. Ich also raus aus den Federn, ins Auto und los – Bea geniesst noch die Wärme des Betts. Ich bin fast alleine unterwegs und geniesse diese einmalige Landschaft mit den schroffen Klippen, den schwarzen Dünenhügeln und dem Meer im Morgenlicht. Wunderbar. Irgendwann fährt eine Fahrzeugkolonne auf: Louis-Vuitton-Werbeshooting.

Milepost 2235 – Um 08:30 bin ich zurück im Viking Café, Bea ist wach, das Frühstück ruft! Danach Abfahrt … es war ein wunderschöner Aufenthalt hier draussen. Empfehlenswert.

Milepost 2236 – Bea will die Aussicht auf die Spitzen von Vestrahorn ausgeschlafen und verfrühstückt auch noch geniessen, so fahren wir nochmals auf die Halbinsel. Das Louis-Vuitton Shooting ist in vollem Gange, so müssen wir einen Teil laufen, da Aufnahmen mit Pferden am Strand anstehen. Die Tochter des Viking Café Inhabers wurde inkl. Pferden für das Shooting gebucht. Sie meinte nur so: «Unsere Islandpferde werden nie mehr so wertvoll sein (bepackt mir Louis-Vuitton Koffern), wie heute» und grinst breit. Ein (wahrscheinlich) Male-Model mit langem Mantel spaziert an uns vorbei und grüsst verlegen «Hey!» Sollten wir den kennen?! Wir lassen die Entourage hinter uns, spazieren noch durch die Hügel, fotografieren «ein bisschen» und sagen dann byebye Vestrahorn.

Milepost 2266 – Ein Velofahrer flickt sein Velo. Ein anderer Velofahrer bietet vermutliche seine Hilfe an (oder schaut einfach zu).

Milepost 2281 – Das Wetter ist immer noch super, so fahren – oder vielmehr holpern – wir nochmals zum Hoffellsjökull. Leider sind die Pfützen heute etwas kleiner … der Gletscher ist aber wunderbar in der Sonne. Wir sind auch heute wieder alleine hier draussen und geniessen die Ruhe der Natur.

Milepost 2306 – Ein kleiner Wegweiser: 8 km zum «Fláajökull». Steht heute zwar nicht auf dem Programm, wir sind aber neugierig und biegen ab. Es holpert und spritzt wieder mal, dann geht die Strasse über einen einspurigen, engen Damm (links ist Wasser, rechts der Abgrund) mit Blick auf den Gletscher und eine wilde Moränenlandschaft. Als es wirklich nicht mehr weitergeht, parkieren wir.

Milepost 2314 – Bea meinte, wir sollten noch etwas Essen einpacken, das sehe nach einem längeren «Spaziergang» aus … ich – die Luftdistanz einschätzend – meine, das wird nur eine kurze Sache. Nach rund 3 km auf einem Pfad entlang der Seitenmoräne kommen wir in die Nähe des Gletschers … uns begegnen dabei nur 5 Personen. Das Eis des Gletschers Fláajökull leuchtet blau in der Sonne, davor schwarze Moränenhügel und der trübe, hellbraune Gletschersee. Einsamkeit. Natur. Wunderbar! Der Hunger meldet sich, leider haben wir nichts eingepackt.

Milepost 2314 – Sandwich Lunch auf der Motorhaube und vor einer grandiosen Kulisse …

Milepost 2336 – Wir überholen den Velofahrer, der von Höfn gestartet war … ein irrer Autofahrer schneidet die Kurve und will uns abschiessen – meine Reflexe funktionieren, Action in Island…. Danke Schutzengel!

Milepost 2360 – Wir kommen zum Hotel und checken schon mal ein. Auf einem Bildschirm die Wetterprognose für morgen: Regen, Regen, Regen, Regen, … also los, diesen Tag müssen wir noch nutzen!

Milepost 2375 – Jökulsárlón, die berühmte, aber von Touristen überschwemmte Gletscherlagune mit ihren Eisbergen. Hier feierten wir 2016 Bea’s Geburtstag bei prächtigstem Wetter … heute wolkig-düster und eine ganz andere Stimmung: die skurrilen blauen Eisberge und die dunklen Wolken, die schon mal das Wetter von morgen verkünden. Als wir ins Auto einsteigen, fragt uns so ein Typ scheu, ob wir ihn mitnehmen könnten, es gäbe hier ja gar keinen Bus. Ich sage ihm, dass wir nur auf die andere Strassenseite fahren würden – er meint, ihm sei es völlig egal wohin wir fahren – ich erneut: wir überqueren nur die Strasse! Er: und danach? Wir: dann nur eine kurze Strecke weiter. Er gibt auf. Mitfahrgelegenheiten in Covidzeiten suchen, keine gute Idee.

MIlepost 2376 – Diamond Beach, ein schöner Markenname für den Strand, wo die Eisberge angeschwemmt werden und kleine Eisstücke wie Diamanten im schwarzen Sand liegen. Wunderbare Natur … wir geniessen und fotografieren … nach 10 Minuten überrascht mich eine Welle, ab dann sind meine Schuhe und Socken getränkt und mir ist wurscht, ob ich im Wasser stehe. Auch wenn es etwas viele Leute hier hat, ist es wirklich schön. Als Zusatzprogramm schwimmen noch ein paar Robben in der Brandung herum und posieren härzigst.

Milepost 2388 – Fjallsárlón, eine Gletscherlagune ein Stück weiter – vor 4 Jahren noch eine Art Geheimtipp, jetzt auch erschlossen. Die Sonne bricht grad unter den Wolken durch und wir erleben an der Lagune einen wunderbar einsamen Abend. Vögel kreischen. Nur der «professionelle» Fotograf aus Deutschland nervte sehr mit seiner lärmenden Drohne – er müsse hier filmen und habe ein Permit und so … jaja – trotzdem extrem nervig, die Dinger. Vögel kreischen nicht mehr. Als er weg ist, geniessen wir es noch bis fast 22:00 ganz alleine in dieser wundervollen Landschaft und kurven dann zurück zum Hotel.

Milepost 2310 – Hotel, spätes Dinner im Zimmer mit Skyr und Müesli. Das war ein laaaanger, aber ein wunderschöner Tag.

To be continued …

"The Milepost" in Island, 2020

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Kein COVID-19 ... also los: Wir bädelen, suchen eine Schraube und kurven in Richtung Hekla

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Hoffelsjökull, Fláajökull, Jökulsárlón, Fjallsárlón

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Im Vergleich zu gestern haben wir richtig tolles Wetter … wir nieselregenwandern zu Gletschern und Wasserfällen

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Es ist unglaublich. Gestern schüttet es aus allen Wolken, heute prächtiger Sonnenschein und unsere Wunschpiste zu den Laki-Kratern wieder offen! Das...

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Noch ein Regentag, der aber von nassen und putzigen Papageientauchern gerettet wird.

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