27. Juli – F225, F208 F26 – wir highländen

Ein ganzer Tag Sonne! Und dass, an dem Tag, wo wir uns ins Land der Schotterpisten wagen und Landmannalaugar erkunden wollen, und: es war legen… [Moment] …där!

Milepost 194 – Hekla ist diese Nacht nicht ausgebrochen, also brechen wir auf. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau … typisch Island halt.

Milepost 197 – Bea beginnt ihr Handy zu suchen … und findet es wieder. Der Tag ist gerettet.

Milepost 200 – die schneebedeckte Hekla guckt uns zu, wie wir die F26 in Richtung Norden fahren – noch auf Asphalt.

Milepost 203 – Der Abzweiger auf die F225. Schilder weisen darauf hin, dass es Furten hat und nix für normale Autos sei … schreckt mich das ab? Im Gegenteil, das weckt mein Interesse und meine Lust, dort durch zu fahren.

Milepost 214 – Das Fahren auf der Piste ist schüttelig und rumpelig, Die Landschaft ist episch … Lavafelder, Vulkane, die liebe Hekla.

Milepost 221 – Die erste Furt – ich fahre gleich mehrmals durch, 1. weil vielleicht keine zweite kommt, 2. weil’s Spass macht und 3. damit Bea meine extrem wagemutige fahrerische Bestleistung filmisch festhalten kann.

Milepost 225 – Immer wieder epische Landschaften, würde das ja wirklich gerne in Worte fassen, geht aber nicht, da es keine Worte dafür gibt. Der Himmel ist übrigens stahlblau … und das in Island, wo ja immer behauptet wird, das Wetter wechsle andauernd – so ein Märli.

Milepost 231 – Wir kurven weiter über Sand, Fels und Stein, es holpert und rüttelt – SPASS!

Milepost 233 – Ein wunderschöner See mit dem simplen Namen Frostastadavatn, dahinter rotbraune Vulkanberge – die Farben sind einfach unglaublich. Am Himmel jetzt immerhin ein paar Dekowolken.

Milepost 235 – Doch noch eine Furt – Yippiiiie.

Milepost 248 – Ankunft Landmannalaugar. Zum Parkplatz beim Camping sollen gemäss Bea nur grössere 4x4 fahren, da tiefere Furt – Ich denke mir «Landcruiser = gross», also all-in und durch. Das Wasser schwappt kurz mal über die Motorhaube, dann tauchen wir am anderen Ufer mit frisch gewaschenem Auto wieder auf – nur im Kühlergrill hängen jetzt halt Algen.

Milepost 249 – Parkplatz. Sandwichlunch. Rucksack geschultert und los geht’s zu Fuss. Hinauf auf das Lavafeld nach hinten in ein Tal. Es ist einfach der absolute Hammer! Die Berge leuchten schwarz, rot und braun, im Tal das grüne Gras und darüber der immer noch blaue Himmel mit Dekowolken. Es ist einfach der absolute Wahnsinn, was wir hier grad erleben dürfen. Die Wanderung geht dann noch an schwefligen Quellen vorbei und durch das Lavafeld hinauf und hinunter zurück. Beim Parkplatz belohnen wir uns mit Kafi und Muffins. Das haben wir uns verdient. Wir starten den Motor, geniessen nochmals das Autowaschen in der Furt und holpern dann los.

Milepost 260 – eine Piste zweigt rechts ab hoch an den Rand eines Vulkans, drin ein wunderschöner türkisblauer See. Wirklich nett, was diese Isländer so alles organisieren, damit wir zu ihnen reisen. Bea ist «overdosed» … ich laufe noch ein Stück in Richtung Gipfel und geniesse die Aussicht (und fötele 1-2 Mal) und dann wieder runter zu Bea, die schon beim Auto wartet.

Milepost 267 – Wir suchen einen Wasserfall, der hier irgendwo im Nirgendwo sein soll. Da, eine noch kleinere Sandpiste – die nehmen wir! Wir holpern also rechts ab, über Sand, Schlaglöcher und nach einigen Minuten stellen wir fest, dass dies nur eine Piste für die Wartungsarbeiten an der Stromleitung ist. Also umdrehen, zurück auf die F208. Wo ist bloss dieser Wasserfall?

Milepost 275 – Auch im Auto sammelt sich feiner Sand an … der Sand knirscht zwischen unseren Zähnen … bald sind wir Eins mit der Landschaft.

Milepost 280 – Mitten in der Pampa ein «Parkplatz» und ein Schild mit Wanderweg 1km zu irgendeinem Sigulfrjdingsa oder so ähnlich. Fotorucksack geschultert und los geht’s entlang einer anderen Wartungs-Piste. Irgendwann hört mein auf Wasserfälle spezialisiertes Gehör das typische Rauschen eines isländischen Fosses (aka Wasserfall, weisch!). Also quer rüber zum Rand der Schlucht und BÄMM … vor uns eine epische Schlucht, von der Seite malerischste Wasserfälle, die sich in das türkisblaue Wasser des Flusses ergiessen – wir sind einfach beglückt. Das ist genau der Wasserfall, den wir ja gesucht hatten!

Milepost 290 – Wir erreichen das Ende der Piste – wieder Asphalt unter den Rädern. Irgendwie langweilig. Nun noch das letzte Ziel des heutigen – jetzt schon epischen – Tages.

Milepost 329 – Haifoss (gesprochen Hauifoss) – einer der höchsten Wasserfälle in Island. Leider im Schatten und es geht ein saukalter Wind. Wir sind eh schon übersättigt und fahren zurück in Richtung «Zuhause».

Milepost 365 – wir sind zurück bei unserem Cottage. Todmüde. Happy. Hungrig. Schlapp. Bea zaubert mit letzter Energie Pestopasta mit Salat, ich downloade und backuppe Fotos und Videos und schreibe diesen Text und dann sind wir am Ende.

To be continued …

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