Fanad Head Lighthouse, Glenvagh Nationalpark und wieder Küste

Fanad Head, Horn Head, Nationalpark und tote Boote ... spannende Gespräche mit Locals ... und Kurven, viele Kurven

- Tag 8 -

Milepost 490 – Irish Breakfast. Porridge mit frischen Früchten. Brown Bread. Selbstgemachte Orangenmarmelade. Frisch gepresster O-Saft. Das gibt *****! Ein schönes Erlebnis, dieser Aufenthalt bei Aoife und ihren Eltern.

Milepost 494 – Wir fahren wieder zum Felsenbogen und laufen diesmal beide hinunter – wobei laufen? Nein. Wir klettern über Stacheldrahtzäune, durchqueren sumpfige Weiden und dann wieder über Zäune. Wollen ja nicht vom Besitzer erwischt werden, ist ja sein Land. Die Strapaze hat sich aber gelohnt: Keine Touristen (da ja kein Zugang) und eine unglaublich eindrückliche Küstenlandschaft mit diesem freistehenden fast 20m hohen Felsenbogen im Meer. Wir geniessen es und vergessen ein bisschen die Zeit, die wie im Flug vergeht.

Milepost 497 – Fanad Head Lighthouse. Spannende Führung durch Aoife (nicht die vom B&B, sie kennen sich aber – eigentlich nicht soo überraschend in der Einsamkeit hier oben). Interessante Geschichten aus der Vergangenheit des Leuchtturms. Eine davon: Das Ding, das da um die Lampe drehte und den Lichtstrahl ‚machte‘, musste vom Leuchtturmwärter alle 50 Minuten wie eine Uhr aufgezogen werden. Was für ein Job. Da sitzt Du in einem Leuchtturm auf irgendeinem Felsen draussen im Atlantik und ziehst während 4 Jahren jede Nacht alle 50 Minuten den Leuchtturm auf. Gutes Beispiel, für alle, die ihren Job grad nicht sooo toll finden. Immerhin: Coole Aussicht von dort oben J

Milepost 515 – Es ist nun schon wieder fast 16:00 und wir folgen weiter dem Wild Atlantic Way auf kurvigen, einspurigen Strässchen entlang der Küste. Eigentlich dachten wir, heute mal etwas früher im B&B zu sein. Wird wohl wieder nix, da wir reflexartig jede kleine Abzweigung ausprobieren. Ist einfach zu schön hier oben und wir lassen sicher keinen Viewpoint aus!

Milepost 525 – Wir kommen im Forest Lodge B&B an, checken ein. Ich dreh mich nur kurz um und da liegt Bea im Bett und pennt. Powernap. Dann los zum z’Nacht.

Milepost 527 – Dunf Anaghy – grandioses Dinner. Bea geniesst Fisch, ich eine Lammkeule. Satt. Müde. Bett.

- Tag 9 -

Milepost 530 – Gestärkt von einem irischen Frühstück fahren wir hinaus zum Horn Head. Am Ende der Strasse schultern wir den Rucksack und wandern hinaus auf den Head. Der Weg ist eigentlich keiner, sondern ein Schaftrampelpfad. Das Heidekraut beginnt schon zu blühen und überall weht weisses Wollgras im Wind. Nice. Nach einigen Kilometern kommen wir zu einer Ruine, daneben posiert schön malerisch eine Schaf-Familie. Alles tipptopp organisiert hier oben in Irland. Wir geniessen die Aussicht, fotografieren ein bisschen und laufen dann zurück. Der Wind ist stärker geworden. Aus Wolken wurde Nebel, der vom Wind die Klippe hoch und über uns hinübergeblasen wird. Ein bisschen Sonne wäre eigentlich doch auch mal nett … Ich fotografiere die Nebel-Landschaft, Bea fotografiert mich am Klippenrand stehend – ich stürze nicht ab und so geht’s doch wieder zurück zum Auto. Weiterfahrt.

Milepost 533 – Viewpoint Horn Head … ja irgendwo dort drüben im Nebel waren wir wandern. Ich bleibe im Auto, Bea guckt sich doch kurz die Gegend an und – es musste ja kommen – es dauert keine 30 Sekunden, da taucht aus dem Nichts ein Eingeborener auf und quatscht mit ihr. Ich kann sie hier oben wirklich nicht alleine lassen. Dem Bauern gehört das Land hier und er sammelt grad Müll zusammen. Wir sagen „diese Touristen“ ... aber nix da. Er hat schon Kühlschränke, Fernseher und Mikrowellenöfen eingesammelt und die haben Touris nur noch selten im Handgepäck dabei (wegen der doofen Gewichtslimite - stelle mir grad den Check-in mit einem alten Kühlschrank vor …). Jedenfalls ist der Müll nicht optimal für seine Schafe und damit auch nicht für unser z‘Nacht!

Milepost 563 – Eigentlich wollen wir ja zum Glendowan B&B – Google Maps zeigt noch 9 Minuten. Dann verpasse ich die Abzweigung, die Dame von Google regiert ruhig und führt mich mit freundlicher Stimme über einen 20 Minuten Umweg. Eine kleine Sonderrunde durch die irische Pampa, die „Strasse“ ist mehr ein Feldweg, aber schön ist es hier. Das B&B ist ein schönes grosses Haus mit Castle-Flair. Spassig ist der kleine Hund, der einen Stein apportiert. Ich hetze ihn gefühlte 100 Mal hin und her, wobei ich den Stein natürlich nur selten werfe – stupid, silly dog. Dann Abfahrt zum Nationalpark – wir brauchen noch etwas frische Luft.

Milepost 573 - Glen Vagh Nationalpark Visitor Center. Wir machen noch eine kleine 5km Wanderung am See. Wunderbare Abendstimmung. Gibt einige schöne Bilder J Unterwegs treffen wir Mario aus Frankreich und gehen ein Stück des Weges gemeinsam. Mario macht Irland in 7 Tagen – irr. Kaum sind wir zurück beim Auto, beginnt es zu regnen. Perfektes Timing halt.

Milpost 580 – Der B&B Host hat uns empfohlen, in Church Hill zu essen. Wir fahren hin (ich vermute, ein Hügel mit Kirche) und irgendwann taucht das Nest auf. Hügel – Check. Kirche – Check. Wir fahren durch den Ort (wobei man rasch bremsen muss, wenn man nicht schon wieder raus sein will) und checken die lokale Gastronomie. 3 Optionen. Wir gehen in die erste rein, ich gleich wieder raus. Irgendwie ein ganz schräger Laden … könnte ein Set für einen David Lynch Film sein. Also zum nächsten. Der hat aber nur Flüssiges. Also zum letzten. Der hat geschlossen. Es kommt also, wie es muss. Es wird doch der erste. Drinnen ist es dann doch ganz ok. Ist nicht das gemütliche Pub, das ich gerne hätte, aber wir haben Hunger und das nächste wäre fast 13 Meilen entfernt. Pub Food war aber ok (Chicken Wrap für Bea und Burger für mich).

 Milepost 583 – B&B. Bed.

- Tag 10 -

Milepost 583 – B&B. Breakfast. Draussen regnet es in Strömen. Wird wohl ein gemütlicher Tag werden.

Milepost 593 – zurück beim Visitor Center. Wir nehmen den Shuttle Bus zum Castle (bei dem Wetter muss es ja nicht zu Fuss sein). Das Castle ist ein Jagdhaus, das ein Amerikaner im 18. Jahrhundert hier an den See gebaut hatte und jetzt zum Nationalpark gehört. Nach einem Spaziergang im Regen durch die Gärten und den Park machen wir die Führung durchs Castle (draussen regnet es immer noch). Danach Stopp im Coffee Shop, Scones mit Schlagrahm, Butter und Confi. Das tut gut! Mit dem Shuttle Bus dann zurück zum Auto und weiter geht es …

Milepost 632 – Nach einer zügigen Fahrt im Regen mit nur wenigen Stops kommen wir früh in Bunbeg beim nächsten B&B an. Es ist hier leider längst nicht mehr so einsam wie im Norden oben. Das B&B ist unten beim Hafen, grad kommt die Flut. Wir machen einen Powernap.

Milepost 637 – Leo’s Tavern. Drinnen sind die Wände voller Musikerphotos und goldenen Schallplatten. Das meiste von Clannad und Enya. Wir fragen nach. Der Besitzer ist der Onkel von Enya und der Band Claddach, das hier ist ihr Home-Pub. Wow. Ist ja ein echter Hotspot der Musik. Bono war gemäss Prospekt auch schon hier! Aus den Lautsprechern tönt natürlich Musik von Clannad – man kann auch CD’s kaufen. Jaja, der Leo ist schon ein ganz Schlauer!

Milepost 643 – Am Bunbeg Beach liegt ein Schiffswrack, das ich noch fotografieren will. Blöd nur, dass mir niemand gesagt hat, dass es bei Flut nicht am Strand, sondern weit draussen im Wasser rumliegt. Da zeigt sich wieder: Planung und Timing ist alles. Vielleicht klappt es ja morgen früh, ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Blog Canada 2018

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Wir suchen das Extreme ... extrem kurvig, extrem schmal, extrem an der Küste, extrem windig, extrem lecker ... und Star Wars!

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Fanad Head, Horn Head, Nationalpark und tote Boote ... spannende Gespräche mit Locals ... und Kurven, viele Kurven

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